im April 2006 gings hier weiter

 

etliche Kleinteile mußten gestrahlt werden, die stufenlose Regulierung des Luftdruckes an der Strahldüse gestaltete sich schwierig.... je nach Kleinteil muß man halt mit nur ganz wenig Druck strahlen können....also läßt man sich was einfallen.... im Hintergrund kann man übrigens auch meine gebastelte Absaugung erkennen.

 

wie im Bild oben dran am unteren Rand zu erkennen, habe ich mir sowas hier gebastelt. An dem Druckanschluß links kann ich stufenlos Luft in den Druckkessel des Sandstrahlgerätes leiten, die rechte Druckluftpistole dient zum entlüften der Leitung. Das ganze wird natürlich mit den Füßen gesteuert.

 

Unzählige Kleinteile wurden gestrahlt

 

Eimerweise Kleinzeugs

 

bevor die Lackiervorbereitungen beginnen können, werden die Kotflügel  montiert und gerichtet

 

seit der Motor gemacht ist,  läßt sich dieser ganz leicht ankurbeln...wenn man weiß wie es geht. Die Kurbel habe ich mir angefertigt und sie wird am linken Kotflügel festgemacht.

 

hier wird die 50-jährige Fettschmiere der Radlagerung entfernt und die Radlager geprüft -- was ne Sauerei

 

das Lenkrad war scheinbar verwachsen mit der Welle...

 

auch hier mußte ich mir einen Abzieher basteln

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Erneuerung der Bremsen

 

nachdem das gesamte Gestänge der Bremsanlage gangbar gemacht war, ging es an das Neubelegen der Bremsbacken

 

der neue Bremsbelag (Meterware) wurde abgelängt,....

 

festgespannt,....

 

und gebohrt.

 

danach wurden die Flachsenkungen für die Nieten angebracht.

 

die Nieten wurden angestaucht ---- wichtig: von innen nach außen arbeiten,....

 

und mit diesen selbst gedrehten "Kopfmachern" später mit dem Hammer entsprechend geformt.

 

Beläge für die nächsten 50 Jahre

 

Farbe drauf und fertig zum Einbau

 

eingebaut

 

so, die Bremsen sind überholt

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Vorderachslagerung

die komplette Vorderachse mußte neu gelagert werden.

 

selbst die Kronenmuttern für die Federbolzen der Achsschenkel mußte ich abdrehen, da mein Schraubenhandel keine in niedriger Form besorgen konnte.

 

hier rechts die abgedrehte Kronenmutter M24x1,5

 

die Buchsen wurden aus Vollmaterial Lagerbronze RG7 gedreht.

 

hier die fertigen Buchsen

 

Der Vorderachslagerbock wurde damals nicht fachgerecht hergestellt. Das Rohr des Lagerbockes wurde ausgedreht und dann angeschweißt, wodurch sich der Paßsitz  für die Lagerbuchsen natürlich verzogen hat. Hier hätte hinterher noch mal nachgearbeitet (ausgespindelt) werden müssen. Die Lagerbuchsen mußte ich also einschaben, da ich keine Möglichkeit zum ausspindeln habe.

 

neu gelagerter Lagerbock der Vorderachse

 

hier die neuen "spielfreien" Achsschenkel

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Neue Ackerschiene

die Ackerschiene die am Normag dran war, ist für eine weitere Verwendung/Restaurierung unbrauchbar- da wurde zuviel dran rumgepfuscht. Zeitzeugen, welche den Normag von früher kannten, haben mir Angaben gemacht wie die originale Ackerschiene damals ausgesehen hat. Diese habe ich dann mit einem Zeichenprogramm neu konstruiert und die Einzelteile in einer Brennschneide anfertigen lassen.

 

hier beim Verschweißen der Stahlplatten

 

fertig geschweißt

auch dieses Hinderniss ist geschafft

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Dieselvorfilter

 

aufgrund von extrem vielen Schmutzteilchen im Dieselfilter während der Probefahrten (trotz umfangreicher Tankreinigung) habe ich mich dazu entschlossen einen Dieselvorfilter anzubauen.

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verstellbare Riemenscheibe

Für den Antrieb der Wasserpumpe konnte kein passender Antriebsriemen gefunden werden. Ausprobierte Riemen waren entweder zu stramm oder zu lose auf dem Rad. Daher entschloß ich mich ein verstellbares Riemenrad zu drehen, da an diesem Schlepper sonst keine Möglichkeit besteht, den Riemen zu spannen.

 

Für die Paßfedernut habe ich mir eine alte Feile umgeschliffen zu einem Stoßmeißel und habe mit dieser dann die Paßfedernut in die Riemenscheibenbohrung gemacht.

 

Anfragen bei verschiedenen Firmen brachten Angebote ab 30.-€ für so eine läppische Paßfedernut mit 5mm Breite hervor --- kann ich nur den Kopf schütteln.

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Lack drauf

Nun geht die Lackiererei los. Wie so oft im Leben: kaum ist man von anderen abhängig, geht so einiges in die Hose

 

da nach der Montage des Vorderachslagerbocks an manchen Stellen nicht mehr lackiert werden kann, werden diese Stellen als erstes lackiert. Die Grundierung von Mipa scheint in Ordnung zu sein

 

der Farbton wurde extra gemischt, das Wetter ist Ende April 2006 optimal zum lackieren: warm und trocken

 

beim Grundieren der Einzelteile

 

hier ein kleiner Bruchteil der Einzelteile

 

die Vorderachse wird mit neuen Lagerbuchsen wieder zusammengebaut....

 

....und montiert. Der Lack ist von Caparol. Normalerweise soll man ja "im System bleiben", doch trotz deutlicher Bedenken meinerseits hat  das Farbenfachgeschäft, die Fa.Farben-Rau in Bruchsal versichert, daß alles so i.O. sei. Von dem Hersteller Caparol kann ich nur abraten, der Lack wird nicht hart wie das sein sollte. Es ist zwar kein Autolack, aber auch so ein einfacher Kunstharzlack muß härter und verschleißfester sein als den, welchen ich erwischt habe. Großes Minus an die Fa. Caparol. Mehrmalige Anfragen meinerseits wurden nicht beantwortet. Trotz einwandfreier Vorarbeit, läßt sich der Lack zu leicht abkratzen ---ist ja nicht das erste mal daß ich so etwas lackiere.

 

die Axialspiele der Achsschenkel werden mit Paßscheiben auf ein Minimum reduziert, hierfür ist ein Montagewerkzeug erforderlich, da sonst die Scheiben immer wieder verrutschen und so der Federbolzen nicht durchgesteckt werden kann.

 

die Vorderachse ist fertig und hat allein schon von der Montage etliche Macken. Natürlich wäre in diesem Fall ein Autolack wohl die bessere Alternative gewesen, aber: original wurden Nitrolacke verwendet welche bei weitem nicht so gut aussahen wie Lacke in der heutigen Zeit. Man darf auch nicht vergessen, daß ein Autolack mehr als doppelt so teuer ist als der von mir verwendete, von der Fa. Farben-Rau empfohlene Kunstharzlack der Fa. Caparol. Die Probleme beim Lack wurden natürlich auf den Lackierer geschoben. Ein Außendienstmitarbeiter hatte es auch nicht nötig sich die Sache anzuschauen.

 

ich hatte ein Probeblech mit verschiedenen Untergründen angefertigt, welches mir als Beweismittel bei evtl. Streitigkeiten dienen könnte. Nach 2 Wochen warmem Wetter und einer Härterzugabe beim Lackieren kann man das Ergebnis als akzeptierbar ansehen.

 

die letzten Einzelteile, u.a. Felgen und die geschweißte Ackerschiene wurden sandgestrahlt.

 

mittlerweile sind fast alle Teile grundiert

 

das "Armaturenbrett" kann nun schon mal verkabelt werden. An schönen, warmen, windstillen Tagen wird lackiert, an schlechteren wird verkabelt.

 

nach den Einzelteilen kommt der Normag an sich dran, hier muß noch einiges geschliffen werden.

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Neue Dieselleitungen

 

Für die Kraftstoff- und Ölversorgung brauchte ich verschiedene Leitungen. Ich entschloß mich welche aus Kupfer zu machen. Leider bekam ich nur Material von einem Ring, also verbogen. Wie soll man da ne gerade Leitung draus machen? Dafür habe ich mir diese Vorrichtung gebaut.

 

hinten verbogen rein, vorne gerade raus.

 

Jetzt kanns losgehen

 

beim Biegen der Leitungen

 

eine der fertigen Leitungen